Fischen ist keine Industrie – es ist eine Lebensweise

In ihrer Geschichte haben die Norweger stets im Einklang mit dem Meer gelebt. Wir haben es befischt und erhalten, um sein volles Potenzial auszuschöpfen und sind dabei immer so ganzheitlich wie möglich vorgegangen.

Fischergemeinden sind seit Tausenden von Jahren der Herzschlag Norwegens. Die Tradition des Fischens wurde von Generation zu Generation überliefert. Das handwerkliche Können und das Wissen unserer Vorfahren lebt in uns weiter. Wir haben unsere Fertigkeiten und Verfahren im Laufe der Jahre verfeinert, damit der norwegische Kabeljau von bestmöglicher Qualität ist.

Der Anfang

Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wann die Geschichte unserer Fischerei begonnen hat. Doch wir wissen, dass es sich um eine reiche und vielfältige Geschichte handelt. Felsritzungen in Nordnorwegen stammen aus der Steinzeit, denn Fisch war von Anfang an eine wichtige Ressource und ermöglichte den Küstenbewohnern das Überleben.

Den norwegische Kabeljau gibt es seit vielen Jahrhunderten, er wurde 875 erstmals in der Saga von Egil erwähnt. Leiv Eiriksson führte auf seiner Expeditionsreise, auf der er im Jahr 1001 Amerika entdeckte, getrockneten Kabeljau als Proviant mit. Der Export von getrocknetem Kabeljau begann im 12. Jahrhundert und die erste Lieferung von Klippfisch verließ Norwegen im Jahr 1692.
Ein günstiges Klima war die wichtigste Voraussetzung bei der Verarbeitung von Fischprodukten. Stockfisch und Klippfisch, die zu den ersten Exportartikeln in Norwegen gehörten, sind das Ergebnis optimaler Witterungsverhältnisse.

Seit vielen Jahrhunderten bilden die reichen Ressourcen des Meeres eine feste Grundlage für die dynamischen Küstenorte entlang der gesamten norwegischen Küste. Diese erstreckt sich über mehr als 101.000 km und die Fischerei war, ist und wird immer von höchster Wichtigkeit für das Leben an der Küste sein. Diese reichhaltigen Ressourcen haben die Grundlage für den Lebensunterhalt in dünn besiedelten Regionen geschaffen, wie es sie nur in Norwegen gibt. Heute herrscht rege Betriebsamkeit und die Wirtschaft wächst in der gesamten norwegischen Wirtschaftszone, die sich über 200 Seemeilen vor der Küste erstreckt.

Trockenfisch wird seit der Wikingerzeit nach Europa exportiert.

Auch heute noch so wichtig wie damals

In den vergangenen Jahrzehnten spielte Erdöl eine wichtige Rolle in Norwegen. Erdöl war für das Wachstum dieses kleinen Landes in den letzten 40-50 Jahren extrem wichtig. Doch aus historischer Sicht waren Fisch und Meeresfrüchte immer die wichtigsten Exportartikel.

Die norwegische Fischwirtschaft ist jedoch viel mehr als nur Geschichte. Die Industrie schafft auch heute noch aktive Gemeinschaften und bietet vielen Menschen eine Zukunft. Durch die einzigartige Kombination aus Natur, Kultur und Ressourcenverwaltung in Norwegen sind norwegischer Fisch und Meeresfrüchte ein Produkt von Weltklasse, das in internationalen Elitemärkten wettbewerbsfähig ist. Die Industrie exportierte 2015 Fisch und Meeresfrüchte im Wert von über 70 Milliarden NOK. Die internationale Bedeutung der Industrie wird durch die Tatsache verdeutlicht, dass Fisch und Meeresfrüchte aus Norwegen in über 100 verschiedene Länder geliefert werden.

Eine Zeitreise

In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Fischerei in Norwegen zu einer Industrie von Weltklasse entwickelt, die sie heute ist. Von der Einführung von Quoten bis zur Finanzierung des Norwegian Seafood Council – entdecken Sie, wie sich die Industrie weiterentwickelt hat.